Mittwoch, 29. März 2017

Zusammen stehen

Ich stehe hier, weil ich einen Traum habe. Weil ich träume, dass bald wieder Gerechtigkeit herrschen wird. Weil ich träume, dass unsere Kinder in Frieden und Wohlstand heranwachsen können. Ich weiß, dass ihr diesen Traum auch habt, dass ihr es leid seid, anderen euer hart verdientes Geld in den Rachen zu werfen. Diesen Sozialschmarotzern, diesem assozialen Pack. Durch eigene Schuld sind die in ihre Misere geraten. Jetzt sollen wir ihren Karren wieder aus dem Dreck ziehen. Haben sie nicht selbst den größten Anteil an den Kriegen dieser Welt? Sollten sie nicht an vorderster Front stehen und kämpfen? Nein, sie lassen lieber andere für ihre Freiheiten bluten. Unsere Kinder verteidigen ihre Freiheit am Hindukusch. Unsere Kinder verteidigen ihre Freiheit in Syrien, dem Irak und dem Libanon.

Wir werden das nicht länger dulden. Wir sehen nicht länger zu, wie unsere Steuergelder sinnlos vergeudet werden. Lasst uns zusammenstehen wie ein Mann und ihnen zeigen, dass eine Regierung nicht an ihrem Volk vorbeiregieren kann. Wir sind das Volk und kein willenloses Stimmvieh. Wir machen das nicht länger mit!


Das alles sagte er und noch viel mehr. Die Menge klatschte johlend Beifall. In meiner Magengegend breitete sich dagegen mit jedem Satz mehr und mehr Beklommenheit aus. Die Bösen waren so austauschbar. Er stand da und redete über Banker, Investmentjongleure und Rüstungslobbyisten. Aber was, wenn er in Wirklichkeit doch wieder nur Ausländer meinte?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen